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Sören und die Hugenotten

Plakate statt Klassenarbeit, Ausstellung statt Referat. Der Grundkurs Geschichte der 11. Klasse an der Philipp-Reis-Schule hat ein besonderes Halbjahr hinter sich. Und das nicht nur, weil vor den Sommerferien wegen Corona kaum an normalen Unterricht zu denken war. Unter Anleitung ihres Geschichtslehrers Dr. Christian Mühling erforschten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte der Hugenotten in Friedrichsdorf. Mit dabei: Sören Isermann (17) aus Burgholzhausen.

"Das war alternativer Unterricht und kam wissenschaftlichem Arbeiten schon nahe", beschreibt er seine Eindrücke von dem Projekt. Aufgabe war es, in Teams Plakate für eine Ausstellung zu konzipieren. Sörens Thema: Die Strumpfweberei in Friedrichsdorf.

Die im 18. Jahrhundert aus Frankreich geflohenen Hugenotten dominierten dieses Handwerk und waren auch deswegen von Landgraf Friedrich II nach Hessen geholt worden. "Sie hatten schon mechanische Webstühle", weiß Sören zu berichten. Ein Grund für die Überlegenheit der Einwanderer auf diesem Gebiet.

Die Schüler recherchierten im Stadtmuseum, der evangelischen Kirche in der Hugenottenstraße und fanden Unterstützung im Stadtarchiv. In einigen Fällen übersetzte Dr. Mühling auch Originalquellen aus dem 18. Jahrhundert aus dem Französischen.

Die Schülerarbeiten dokumentieren die Gründung Friedrichsdorfs durch die Hugenotten in unterschiedlichen Aspekten. Die Plakate sind bis 31. Oktober 2020 im Rahmen einer Sonderausstellung im Deutschen Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen zu sehen. Zusammen mit Leihgaben des Philipp-Reis-Hauses stehen sie repräsentativ auch für andere hugenottische Gemeinden in Deutschland.

Sören hat die Projektarbeit Spaß gemacht – trotz des höheren Aufwands und der aufwendigen Abstimmung unter Corona-Bedingungen. Sein Fazit: "Am wissenschaftlichen Arbeiten habe ich Gefallen gefunden." Doch zunächst konzentriert er sich auf die zwei verbliebenen Schuljahre bis zum Abitur und seine Ausbildung zum Teamer im Rahmen der evangelischen Jugendarbeit. Auch da stockt es coronabedingt – vor allem mit den Präsenzveranstaltungen. Videokonferenzen können die nicht vollständig ersetzen. Sören hält aber durch und ist gespannt, wie es weitergeht.

 

 

Chorkonzert: In freezing winternight ...

Im Mittelpunkt des Konzerts am 4. Advent in der evangelischen Kirche stand die Liedersammlung "A Ceremony of Carols" des englischen Komponisten Benjamin Britten. Die LaCappella-Vokalensembles präsentierten unter der Leitung von Veronika Bauer advent- und winterliche Kompositionen aus Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Außer den jungen Stimmen sangen Tutti voci - der Chor von Eltern und Freunden - sowie DieMänner.

Impressionen von der Holzhäuser Weihnacht 2019

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