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Im Einsatz gegen Corona

Seit 23. Februar ist für Maren Schnell alles anders. Damals kam der erste Patient mit Covid 19 auf die Intensivstation der Frankfurter Uniklinik. Seitdem ist die Beatmungstherapeutin aus Burgholzhausen im Dauereinsatz.

"Wenn Sie ausfallen, sterben Leute", hat einer der Ärzte auf der Intensivstation mal zu ihr gesagt. Eine der Konsequenzen: Maren Schnell hat ihre sozialen Kontakte stark eingeschränkt. Sie geht praktisch nicht mehr vor die Tür – außer zum Arbeiten. "Meine 90-jährige Oma habe ich schon lange nicht mehr gesehen", erzählt sie, "kein Geburtstag, kein Weihnachten. Das macht mich sehr traurig."

Gleich nach Beginn der Pandemie hat Maren Schnell ihre 80-Prozent-Stelle an der Uniklinik auf 100 Prozent aufgestockt. Ihre eigene Praxis zur Beratung von Schmerz- und Krebspatienten musste erst einmal zurückstehen. "Bis Juli waren unsere Intensivbetten komplett ausgelastet", berichtet sie. Erst im Sommer habe es zwei Wochen lang keine Patienten mit Covid 19 gegeben. Inzwischen ist die Situation "wieder schlimm".

Die Arbeit belastet sie körperlich und psychisch. Rund 15 Minuten dauert es, die Schutzkleidung anzuziehen. "Wenn man dann den ganzen Tag darin arbeitet, kann man nicht schnell mal was trinken oder auf die Toilette." Dazu merke man, dass der Mensch nicht nur über Mund und Nase, sondern auch über die Haut atmet. In der Schutzkleidung fällt das weg: Die Folge: "Man wird unkonzentriert und ist ständig müde."

Besonders nahe geht ihr die Situation vieler Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation. Nahezu die Hälfte stirbt an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus – viele allein, ohne sich von ihren Angehörigen verabschieden zu können. "Man merkt es ihnen an", sagt Maren Schnell, "sie können nicht loslassen und in Frieden gehen. Die Vereinsamung der Patienten ist wirklich schlimm."

Maren Schnell ist gelernte Physiotherapeutin. Darauf aufbauend hat sie drei Jahre berufsbegleitend studiert, um Beatmungstherapeutin zu werden. In Deutschland existiert dieses Berufsbild zwischen Pflege und Arzt seit rund 25 Jahren. Angesprochen hat sie der damalige Chefarzt der Herz- und Thoraxchirurgie an der Uniklinik, der den Bedarf an geeigneten Fachkräften erkannte. Als Beatmungstherapeutin führt sie auch ärztliche Tätigkeiten rund um die Lunge aus.

Maren Schnell ist echte Holzhäuserin. "Ich habe mein Leben hier verbracht", freut sie sich. Mit ihrem Mann und ihrem Hund wohnt sie im Salzpfad, ihre Eltern ganz in der Nähe. Sie liebt Tiere und die Natur, ist nach Möglichkeit viel draußen und engagiert sich auch im Tierschutz. Einige Spaziergänge mit ihrem Hund nutzt sie auch dafür, die Holzhäuser Arche auszutragen. Auch dafür herzlichen Dank!

Chorkonzert: In freezing winternight ...

Im Mittelpunkt des Konzerts am 4. Advent in der evangelischen Kirche stand die Liedersammlung "A Ceremony of Carols" des englischen Komponisten Benjamin Britten. Die LaCappella-Vokalensembles präsentierten unter der Leitung von Veronika Bauer advent- und winterliche Kompositionen aus Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Außer den jungen Stimmen sangen Tutti voci - der Chor von Eltern und Freunden - sowie DieMänner.

Impressionen von der Holzhäuser Weihnacht 2019

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