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Aktiver Klimaschutz zum Mitmachen

Die ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Klimaschutz sind getan. Seit einem Jahr hat die Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen eigene Umweltleitlinien, die nun mehr und mehr das Handeln bestimmen. Seitdem hat das Umweltteam unter der Leitung von Stephan Hild unter anderem die wichtigsten Verbrauchsdaten in Kirche und Gemeindehaus ermittelt und für die Jahre 2018 bis 2020 ausgewertet.

"Jetzt geht es daran, den Verbrauch an Strom, Gas und sonstigen Ressourcen zu reduzieren", sagt Stephan Hild. Das neue Umweltprogramm formuliert konkrete Ziele und Fristen für ihre Verwirklichung. Ein Ziel ist es, den Stromverbrauch in der Kirche bis Ende 2022 um 25 Prozent zu reduzieren. "Vergleichsgröße ist der Jahresverbrauch von 2019", erklärt Hild, "denn 2020 war der Stromverbrauch wegen des Lockdowns in der Corona-Krise unter dem Niveau der Vorjahre."

Um das Ziel zu erreichen, sollen zum Beispiel die Leuchtmittel der Innen- und Außenbeleuchtung überprüft und gegen energiesparende LED ausgetauscht werden. Bei der Außenbeleuchtung wird darüber hinaus darauf geachtet, dass die neuen Lampen insektenfreundlich sind.

Auch im Gemeindehaus soll weniger Strom verbraucht werden. Hier erscheint das Einsparpotenzial allerdings nicht ganz so hoch. Zehn Prozent weniger sieht das Umweltprogramm bis Juni 2022 vor. Neben der Beleuchtung stehen hier vor allem die in die Jahre gekommenen Küchengeräte auf dem Prüfstand. Unter Umständen müssen sie ausgemustert und ersetzt werden.

Wirtschaftlicher heizen

"Den Gasverbrauch im Gemeindehaus wollen wir bis Ende 2022 um 15 Prozent absenken", sagt Stephan Hild. Dazu sollen unter anderem technische Möglichkeiten zur Nachtabsenkung geprüft und an nutzungsfreien Tagen und Wochenenden die Heizung heruntergefahren werden.

Neben Strom- und Gasverbrauch sieht das Umweltprogramm auch vor, das Einkaufsverhalten der Gemeinde nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten. Umweltfreundliches Recycling-Toilettenpapier, regionale und Fair-Trade-Produkte sowie umweltgerechte Reinigungsmittel zählen dazu. Beim Einkauf soll auch darauf geachtet werden, dass weniger Verpackungsmüll anfällt. Um lange Wege zu vermeiden, wird die Kirchengemeinde eine Lieferantenliste mit regionalen Anbietern erstellen.

Schließlich geht es auch um die Gestaltung der Außenanlage rund um Kirche und Gemeindehaus. "Wir wollen den Kirchgarten naturnahe gestalten und zu einem klimafreundlichen Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere werden lassen", sagt Natasha Witczak vom Umweltteam der Gemeinde. Sie hat daher einen Plan entwickelt, wie das Kirchengelände neu bepflanzt werden könnte. "Dazu brauchen wir die Hilfe vieler Gemeindeglieder“, sagt sie, „entweder als Sponsoren für die Beschaffung von Pflanzen oder als aktive Paten, die sich auch an der Pflege des Geländes beteiligen."

Die Umsetzung soll noch im Herbst starten. Ein längerfristiges Projekt, das zunächst bis Ende 2023 geplant ist. In dieser Zeit steht auch die Neugestaltung des Geländes rund um das Gemeindehaus auf dem Programm. "Es gibt viel zu tun", sagt Stephan Hild, "und wir freuen uns darauf – vor allem, wenn möglichst viele Menschen aus der Gemeinde mitmachen."

Die Schöpfung bewahren

Zu den Aufgaben des Umweltteams gehören neben der Dokumentation des Energieverbrauchs auch eine Bestandsaufnahme der genutzten Elektrogeräte, das Vermessen der versiegelten Grundstücksflächen, die Entwicklung eines Beschaffungsmanagements mit Schwerpunkt auf umweltgerechten Produkten und vieles mehr.

Im Umweltteam ist durchaus noch Platz. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen. In dem auf drei bis vier Jahre angelegten Projekt gibt es eine Vielzahl interessanter Aufgaben. "Man muss nicht die ganze Zeit dabeibleiben", sagt Stephan Hild. Es ist auch möglich, sich bei zeitlich begrenzen Teilprojekten einzubringen.

Wer Interesse hat, meldet sich bei Stephan Hild, Tel. 0151 / 412 15 750 oder st.hild@t-online.de

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