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Aktiver Klimaschutz zum Mitmachen

Die evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitverantwortung für die Schöpfung wahrzunehmen. Vorhandene Ressourcen sollen genau geprüft und schonend eingesetzt werden, um den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Die Kirchengemeinde möchte damit ein Vorbild geben, die Gemeindeglieder auf diesem Weg mitnehmen und zum Nachmachen animieren.

Seit dem Start des Programms „Grüner Hahn“ im Januar 2020 hat das Umweltteam alle umweltrelevanten Daten der Kirchengemeinde wie Gas-, Strom- und Wasserverbrauch erfasst und in einem Programm des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Landeskirche (ZGV) dokumentiert. Im Herbst 2020 verabschiedete der Kirchenvorstand die vom Umweltteam erarbeiteten Umweltleitlinien der Gemeinde.

Nach der Bestandsaufnahme wurden mögliche Verbesserungsmaßnahmen definiert. Diese sind in das Umweltprogramm aufgenommen und im Dezember 2021 vom Kirchenvorstand verabschiedet worden. Darüber hinaus wurde ein Umweltmanagementsystem installiert, das Verantwortlichkeiten  und Aufgaben definiert. Letztlich sind dabei alle Mitglieder der Kirchengemeinde aufgefordert, gemäß den Umweltleitlinien in der Gemeinde zu handeln.

Ziel Zertifizierung

Alle diese Maßnahmen und Schritte haben zum Ziel, dass die Gemeinde nach dem kirchlichen Umweltmanagementsystem "Grüner Hahn" zertifiziert wird. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war das interne Audit im Frühjahr dieses Jahres. Dabei hat Klimamanagerin Kathrin Saudhof vom ZGV die bisherigen Maßnahmen bewertet und Hinweise für weitere Schritte gegeben.

Derzeit erstellt das Umweltteam den Umweltbericht der Gemeinde. Dieser enthält unter anderem eine Darstellung des Umweltmanagementsystems, die Umweltleitlinien, Fakten zum Zustand und Umweltstatus der gemeindeeigenen Gebäude, mögliche Sofortmaßnahmen du ein Umweltprogramm für die Jahre 2022 bis 2025. Der Umweltbericht ist eine wichtige Grundlage für die geplante Validierung durch einen Umweltrevisor der Landeskirche im Frühjahr 2023. Sollte diese erfolgreich sein, mündet sie in die angestrebte Zertifizierung. Danach wird es alle zwei bis vier Jahre Zwischenaudits beziehungsweise eine Re-Validierung geben.

Der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Stephan Hild sagte bei der Gemeindeversammlung: "Heute stehen wir an dem Punkt, an dem wir zur Umsetzung der Maßnahmen auf die Gemeindeglieder angewiesen sind." Jeder, ob Groß, ob Klein, Kinder, Jugendliche, Erwachsende, Eltern und Großeltern sei jetzt gefordert. Dabei gehe es um ganz praktische Arbeiten wie die Neugestaltung der Außenanlage am Gemeindehaus, an dem ein Baum gepflanzt, eine Sitzgruppe mit zwei Bänken und einem Tisch aufgestellt, zwei Natursteinmauern aufgebaut und die Mülltonnen-Stellplätze erneuert werden.

Die Schöpfung bewahren

Zu den Aufgaben des Umweltteams gehören neben der Dokumentation des Energieverbrauchs auch eine Bestandsaufnahme der genutzten Elektrogeräte, das Vermessen der versiegelten Grundstücksflächen, die Entwicklung eines Beschaffungsmanagements mit Schwerpunkt auf umweltgerechten Produkten und vieles mehr.

Im Umweltteam ist durchaus noch Platz. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen. In dem auf drei bis vier Jahre angelegten Projekt gibt es eine Vielzahl interessanter Aufgaben. "Man muss nicht die ganze Zeit dabeibleiben", sagt Stephan Hild. Es ist auch möglich, sich bei zeitlich begrenzen Teilprojekten einzubringen.

Wer Interesse hat, meldet sich bei Stephan Hild, Tel. 0151 / 412 15 750 oder st.hild@t-online.de

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