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Klimaschutz: Die Schöpfung bewahren

Auf dem Weg zum kirchlichen Umweltaudit "Grüner Hahn" sind die nächsten Schritte getan. Das neu gegründete Umweltteam hat sich bereits mehrfach getroffen. Ihm gehören neben Stephan Hild und Michael Krause von Kirchenvorstand Natasha Witczak aus Friedrichsdorf und Gerald Weil an, der in seinem Unternehmen bereits Erfahrungen mit Umweltprogrammen gesammelt hat. Unterstützt werden sie von den ehrenamtlichen Umweltauditoren Tjalke Lenski und Stefan Babion.

In der ersten Phase steht vor allen eine Bestandsaufnahme auf dem Programm. Wo in Gemeindehaus, Kirche und Nebengebäude sind Gas-, Strom und Wasserzähler und wie stellt sich der Verbrauch dar. Dazu lesen die Mitglieder des Teams die jeweiligen Zählerstände über längere Zeit monatlich ab.

"Im nächsten Schritt wollen wir Umweltrichtlinien entwerfen", sagt Stephan Hild, der vom Kirchenvorstand zum Umweltbeauftragten der Gemeinde bestellt wurde. In den Richtlinien sollen Ziele und Schwerpunkte festgelegt werden, mit denen die Gemeinde ihr eigenes Umweltprofil schärfen will. "Das können Stromeinsparungen ebenso sein, wie die bienengerechte Neugestaltung des Kirchgartens", sagt Hild. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Darum sind alle Gemeindeglieder aufgefordert, ihre Ideen für eine umweltgerechte Kirchengemeinde einzubringen. Das können sie sofort per Mail ans Gemeindebüro tun oder sich bei der an Erntedank geplanten Auftaktveranstaltung für den "Grünen Hahn" zu Wort melden. "Spätestens dann soll unser Ideenspeicher voll sein."

Zu den Aufgaben des Umweltteams gehören neben der Dokumentation des Energieverbrauchs auch eine Bestandsaufnahme der genutzten Elektrogeräte, das Vermessen der versiegelten Grundstücksflächen, die Entwicklung eines Beschaffungsmanagements mit Schwerpunkt auf umweltgerechten Produkten und vieles mehr.

Natasha Witczak, die gerade ihren Bachelor in Umweltmanagement gemacht hat, kann sich unter anderem auch vorstellen, die Bodenqualität im Kirchgarten und rund um das Gemeindehaus zu untersuchen. Daraus ließen sich Schlüsse auf eine sinnvolle Bepflanzung des Geländes ziehen. "Ein tolles Projekt zum Beispiel für Konfirmandinnen und Konfirmanden", findet Stephan Hild.

Ein anderes – ebenso wichtiges Thema ist die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts. Darauf wies Tjalke Lenski hin. Ein solches Konzept umfasst die Prüfung elektrischer Geräte ebenso wie den Check von Feuerlöschern oder Fluchtwegen. "Es gibt also viel zu tun", sagt Stephan Hild, "und wir fangen schon mal an. Natürlich wünschen wir uns, dass der ein oder die andere noch mitmacht. Das wäre perfekt."

Auch im Umweltteam ist durchaus noch Platz. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen. Indem auf drei bis vier Jahre angelegten Projekt gibt es eine Vielzahl interessanter Aufgaben. "Man muss nicht die ganze Zeit dabeibleiben", sagt Stephan Hild. Es ist auch möglich, sich bei zeitlich begrenzen Teilprojekten einzubringen. Wie die im Einzelnen aussehen werden, wird sich unter anderem bei der Auftaktveranstaltung herausstellen. Je mehr Ideen dabei zusammenkommen, desto mehr wird es am Ende zu tun geben. Dazu Stephan Hild: "Wir freuen uns darauf."

Wer Interesse hat, meldet sich bei Stephan Hild, Tel. 0151 / 412 15 750 oder st.hild@t-online.de

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